Arbeiten bei Kälte: Das sollten Sie beachten
Kälte, Schnee und kürzere Tage können im Winter für gefährliche Arbeitssituationen im Freien sorgen. Wie Mitarbeitende und Vorgesetzte den Winter in den Griff bekommen, erklärt Adrian Bloch, Leiter Abteilung Arbeitssicherheit / Gesundheitsschutz der Suva.
Inhalt
Kurz und bündig
Der Winter birgt besondere Gefahren für alle, die draussen arbeiten. Kälte, Glätte und Dunkelheit erhöhen das Unfallrisiko.
Hauptgefahren & Schutzmassnahmen:
- Glätte: Wege räumen oder absperren, Sand/Salz bereitstellen, Fahrzeuge wintertauglich ausrüsten.
- Dunkelheit: Gute Beleuchtung, reflektierende Arbeitskleidung tragen.
- Kälte: Warme, wetterfeste Kleidung, beheizte Pausenräume, warme alkoholfreie Getränke.
- Organisation: Mitarbeitende instruieren, Verantwortliche bestimmen, Sicherheit kontrollieren.
Mit guter Vorbereitung und Aufmerksamkeit lassen sich Unfälle vermeiden.
Erfrierungen und Frostbeulen
Bereits bei tiefen Plustemperaturen sind gesundheitliche Schäden möglich, wenn Wind und Feuchtigkeit die Hauttemperatur weiter hinabsetzen. Wangen, Nasen, Ohrmuscheln, Finger, Zehen, Hände und Füsse sind für Kälteschäden besonders anfällig. Wenn hier die Hauttemperatur unter 25°C fällt, verlangsamt sich der lokale Stoffwechsel. Gleichzeitig braucht der Körper für das Verrichten der Arbeit aber mehr Sauerstoff. Unter minus 3°C kann das Hautgewebe lokal vereisen d.h. erfrieren. Ein weiterer lokaler Kälteschaden ist die Frostbeule. Frostbeulen sind schmerzhafte, gerötete, juckende Hautschäden und das Gewebe ist dabei entzündet.
Tipps, um sich warm und trocken zu halten
- Haut trocken halten
- Warme Unterkünfte (beispielsweise Baracken oder Container) zum Aufwärmen zur Verfügung stellen
- Feuchtigkeit transportierende Kleidung, Kopfbedeckung, Ohrwärmer, Handschuhe, warme Socken, Schals und wintertaugliche Schuhe tragen
- Nasse, feuchte und einengende Unterwäsche und Kleider sofort wechseln
- Handwärmer immer dabeihaben